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Fachartikel
10. Juli 2026 · 2 Min Lesezeit

Wärmeübergangswiderstände: Rsi/Rse erklärt

Wärmeübergangswiderstände Rsi und Rse beschreiben den Widerstand gegen Wärmefluss an Oberflächen. Sie sind entscheidend für U-Wert-Berechnungen und die Energieeffizienz von Gebäuden.

Wärmeübergangswiderstände (Rsi/Rse)

Wärmeübergangswiderstände sind fundamentale Parameter in der Gebäudephysik, die den Widerstand gegen den Wärmefluss zwischen einem festen Körper und einem angrenzenden Fluid (z.B. Luft) beschreiben. Sie sind entscheidend für die Berechnung des U-Werts und beeinflussen die thermische Behaglichkeit und Energieeffizienz von Gebäuden.

Definition und Bedeutung

Der Wärmeübergangswiderstand setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem innenseitigen Wärmeübergangswiderstand (Rsi) und dem außenseitigen Wärmeübergangswiderstand (Rse). Diese Widerstände berücksichtigen die Wärmeübertragung durch Konvektion und Strahlung an den Oberflächen eines Bauteils.

  • Rsi (Innen): Bezieht sich auf den Wärmeübergang von der Raumluft zur inneren Oberfläche eines Bauteils.
  • Rse (Außen): Beschreibt den Wärmeübergang von der äußeren Oberfläche eines Bauteils zur Umgebungsluft.

Berechnung der Wärmeübergangswiderstände

Die Berechnung der Wärmeübergangswiderstände erfolgt nach spezifischen Standards, die in den Normen festgelegt sind. Für normale Bedingungen werden häufig standardisierte Werte verwendet:

  • Rsi: Normalerweise 0,13 m²K/W für waagerechte oder schwach geneigte Oberflächen bei Raumtemperatur.
  • Rse: Üblicherweise 0,04 m²K/W für Außenluft bei vertikalen oder schwach geneigten Oberflächen.

Diese Werte können je nach spezifischen klimatischen Bedingungen und Oberflächenbeschaffenheiten variieren.

Einfluss auf den U-Wert

Der U-Wert eines Bauteils wird durch die Summe der Wärmedurchgangswiderstände aller Schichten einschließlich Rsi und Rse bestimmt. Ein niedriger Gesamt-Wärmeübergangswiderstand erhöht den U-Wert und führt somit zu höheren Wärmeverlusten.

Praktische Anwendung

In der Praxis sind Wärmeübergangswiderstände wichtig bei der Auslegung von Dämmsystemen und der Bewertung von Wärmebrücken. Sie beeinflussen auch die Wahl geeigneter Materialien und Konstruktionen zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Relevante Normen

Die Berechnungen und Werte für Rsi und Rse sind in den europäischen Normen, insbesondere der DIN EN ISO 6946, festgelegt. Diese Normen bieten detaillierte Anleitungen zur Berechnung und Anwendung der Wärmeübergangswiderstände.

Weitere Informationen zur Berechnung und Bedeutung von Wärmeübergangswiderständen finden Sie in verwandten Artikeln zu Gebäudephysik und Dämmung.